Browsed by
Schlagwort: Gedankenschnipsel

Der Himmel grau in grau

Der Himmel grau in grau

Ich stehe am Fenster. Der Himmel grau in grau, ohne Konturen. Eine Frau zieht, scheinbar wütend, zwei kleine Hunde hinter sich her. Drei Kinder, bunt, im Trippelschritt, lachend auf dem Weg, vielleicht zur Schule. Unten, auf unserem lächerlich kleinen, verhutzelten Apfebaum randalieren zwei Elstern. Ich höre A Lover Loves von Scott Walker. Der Song stammt von meinen Lieblingsalbum „The Drift“. Schöner wird`s nimmer. Und dann schien es mir, als wäre ich für einen Augenblick sogleich traurig und glücklich.

Beim Vermessen, Sägen und Bohren

Beim Vermessen, Sägen und Bohren

Das ganze Wochenende damit verbracht, ein kleines Gartenhaus aufzubauen. Meine liebe Frau und ich voller Tatendrang beim Studieren der Aufbauanleitung, in Baumärkten, beim Vermessen, Sägen und Bohren. Hunderte Schrauben wurden versenkt, mit der Wasserwaage hantiert und tatsächlich, irgendwann, nach einigen Hindernissen, stand das Häuschen ohne Fehl und Tadel. Genugtuung und Befriedigung. Ich könnte ständig Holzhäuser zusammenbauen. Abends abgehangen und fast die ganze Staffel Love, Death & Robots auf Netflix gesehen. Meschugge und gut. Am Sonntag beim Umzug meiner Tochter geholfen….

Weiterlesen Weiterlesen

Ein grauer Novembertag

Ein grauer Novembertag

Nachdem meine Mutter nun in K ist, womöglich nicht mehr zurück kommt, ich nicht mehr jedes Telefonat entgegen nehme, schlafe ich wieder durch. Und wenn ich wie gestern morgen laufe, diesmal sogar eine neue Strecke, die Gedanken mäandern, auseinander driften und sich neu zusammenfügen, ist die Welt sogar an einen kalten grauen Morgen im November ganz wunderbar. Heute im Schwimmbad gewesen und die Tauglichkeit der neuen Polar Vantage V erprobt. Ich bin begeistert. Ein plausibler Puls und eine exakte Messung…

Weiterlesen Weiterlesen

Ich wache zu früh auf

Ich wache zu früh auf

Ich wache zu früh auf. An Schlaf ist nicht zu denken. Ich fahre zeitig nach H. Um halb neun klingelt es. Ich drücke den Türöffner. Das zweite Mal kommt der Medizinischer Dienst der Krankenversicherung zur Pflegebegutachtung von Mutter. Diesmal wird als Ergebnis ein täglicher erforderlicher Pflegeaufwand von insgesamt 180 Minuten festgestellt. Drei Stunden. Es geht weiter. Wie lange noch? Vielleicht wird es leichter, wahrscheinlich schwerer. Später schlüpfe ich in meine Laufschuhe, suche mir eine passende Playlist mit Musik und laufe…

Weiterlesen Weiterlesen

Zu müde zum Einschlafen

Zu müde zum Einschlafen

Gestern zu müde zum Einschlafen. Später finstere Träume und dann zu früh wach und schrecklich schlaflos. Mein Handgelenk schmerzt, scheinbar ohne Grund, hin und wieder. Im MRT, dieser schrecklich knatternden Röhre, soll das Rätsel gelöst werden. Sehr unangenehm, auf dem Bauch liegend, die längst dreißig Minuten. An Hand im kochenden Wasser gedacht. Schlimmer geht immer. Zum Beispiel ein Rassist mit schlimmer Frisur, der auf Flüchtlinge schießen lassen will. Die schönen Dingen sollen überwiegen. Einfach kann so gut sein. Spagetti Cacio…

Weiterlesen Weiterlesen

Aus den Augen, aus dem Sinn

Aus den Augen, aus dem Sinn

Herr Janosch, wie wird man unsterblich? »Unsterblichkeit gibt es nur in der Bibel. Jedoch kann man wie Goethe durch das Schreiben ein bisschen unsterblich werden. Das ist aber nur Gefasel. Am Ende sterben sie alle.« Wenn ich sterbe, wird es wenige geben, die mich kannte und wenige die sich erinnern. Und später dann wird sich niemand mehr an mich erinnern. Und da es keine papierenen, in Alben eingeklebte Bilder zum vererben gibt, die elektronischen Datenträger längst zerschreddert, die Clouds längst…

Weiterlesen Weiterlesen

Einschlafen unmöglich

Einschlafen unmöglich

Um halb vier aufgewacht. Ein wieder Einschlafen unmöglich. Kreisende Gedanken, ohne Ruhe im Bett gewälzt. Der Versuch, mich an einen schönen Ort zu träumen, misslang gründlich. Also liege ich wach. Ich denke über die Zeit nach. Irgendetwas läuft da richtig schief. Ein Lauf über eine Stunde erscheint mir lang, das warten auf ein freudiges Ereignis am nächsten Tag wie eine Ewigkeit, das Leben selbst, ein Atemzug. Dann erklingt der Song Heritage von Opeth und die Nacht ist vorbei.

Gedankenspiel

Gedankenspiel

Hier sitze ich oft während meiner morgendlichen Runde mit dem Hund. Mir geht es gut. Abgesehen vom immer wiederkehrenden, fast schon mysteriösen Schwindel geht es mir gut. Der Job bringt mich nicht um. Familie. Das Haus, der Gemüsegarten und die Bienen, das wartende Reisemobil in der Scheune, mein Taschengeld reicht bis Ende der Woche. Das weit entfernte Rauschen der Straße, die Vögel sind lauter. Wolkenvermessung wo keine Wolken sind. Warum bin ich nicht glücklich?

Flaues Gefühl

Flaues Gefühl

Alles ist schön dort draußen. Die Sonne scheint, die Vögel jubilieren, nur ich habe wieder einmal dieses elende, unbestimmte flaue Gefühl im Magen.