Aus den Augen, aus dem Sinn

Herr Janosch, wie wird man unsterblich? »Unsterblichkeit gibt es nur in der Bibel. Jedoch kann man wie Goethe durch das Schreiben ein bisschen unsterblich werden. Das ist aber nur Gefasel. Am Ende sterben sie alle.« Wenn ich sterbe, wird es wenige geben, die mich kannte und wenige die sich erinnern. Und später dann wird sich […]

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Einschlafen unmöglich

Um halb vier aufgewacht. Ein wieder Einschlafen unmöglich. Kreisende Gedanken, ohne Ruhe im Bett gewälzt. Der Versuch, mich an einen schönen Ort zu träumen, misslang gründlich. Also liege ich wach. Ich denke über die Zeit nach. Irgendetwas läuft da richtig schief. Ein Lauf über eine Stunde erscheint mir lang, das warten auf ein freudiges Ereignis […]

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Gedankenspiel

Hier sitze ich oft während meiner morgendlichen Runde mit dem Hund. Mir geht es gut. Abgesehen vom immer wiederkehrenden, fast schon mysteriösen Schwindel geht es mir gut. Der Job bringt mich nicht um. Familie. Das Haus, der Gemüsegarten und die Bienen, das wartende Reisemobil in der Scheune, mein Taschengeld reicht bis Ende der Woche. Das […]

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Einparken unter lautstarkem Tohuwabohu

Mein größter Wunsch: einmal, aus dem Fenster schauend, plötzlich das große Ganze, den Zusammenhang, den Sinn von allem, wie in einem Kriminalroman die Auflösung, zu erfassen, zu verstehen. Es ist zum verrückt werden. Mit Ach und Krach, nachdem ich im Nachbardorf für das Wohnmobil einen Einstellplatz in einer Scheune ergattert hatte, gelang es mir, unter […]

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Aufbruch

Es ist früh. Ich stehe am Fenster und betrachte die eingeschneite Welt. Trinke vom frischen Kaffee. Hier ist es friedlich. Wäre ich ein Krokodil, hätte ich, einmal erwachsen, keine natürlich Feinde mehr. Ich brauche bei diesem Wetter für die Fahrt nach H länger als sonst. Ein Blick in die Zeitung, dann muss ich los. Da […]

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Durchgeschlafen

Endlich wieder einmal traumlos durchgeschlafen. Und das, obwohl ich am Abend zuvor sehr spät gegessen hatte und für gewöhnlich den vollen Magen als Schuldigen für meine Albträume ausmache. Während ich in der Stadt vor einer Ampel hielt, überquerte eine weinende Frau die Strasse. Ich hätte sie gerne getröstet. Im Verlauf des gestrigen Herrenabends verspürte ich […]

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Notizen am Rande der Wahrnehmung 08-3

Die Welt erscheint feindlicher, wenn man alt wird. Und gewiss wird man sterben. Irgendwann. Die Angst, die ich jetzt fühle, ist unbestimmt, fast schon alltäglich. Man darf sich nur nicht kirre machen lassen. Es gibt vielleicht Hunderte Milliarden Sterne in unserer Galaxie. Und es gibt Hunderte Milliarden Galaxien in unserem Universum. Und es gibt vielleicht […]

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Zwei plus zwei macht fünf

Die Tage hatte ich Rücken. Nach kurzer Googelei vermutlich ein Hexenschuss. Mein erster. Sehr schmerzhaft. Ich konnte weder gehen, noch stehen oder liegen. Vielleicht schwimmen? Gestern waren wir auf der Beerdigung von Rolf, dem Vater meiner Frau. Der Sohn hat eine Rede gehalten, die mich sehr berührt hat. Über meinen Vater könnte ich nichts sagen. […]

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Notizen am Rande der Wahrnehmung 13-2

Heute Morgen wurde ich zu spät aufgeweckt. Es hatte in der Nacht geschneit. Schnee und Glätte. Auf den Weg in die Stadt fuhr vor mir jemand auf dem Weg über die Dörfer mit vorsichtigen Tempo 30. Kein Problem, ich habe Zeit. So oder so zu spät in der Stadt angekommen. Mein Arbeitgeber sieht das entspannt. […]

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