Bienen im Garten

Bienen im Garten

Bienen in unserem Schrebergarten. Hier scheint immer die Sonne und Corona ist weit entfernt. Alle vier Völker sind, wie es scheint, gut durch den Winter gekommen. Ein Volk ist wahrscheinlich ohne Königin. Eine Weiselzelle ist so gut wie fertig. Klappt das nicht, gibt es eine Vereinigung unter Zwang. Das neue Rankgestell für Brombeeren und Himbeeren ist eine architektonische Meisterleistung.

Ich komme aus der Nachtschicht

Ich komme aus der Nachtschicht

und hatte ein paar Stunden die Augen zugemacht. Ich weiß, ich werde wieder mal den ganzen Tag müde sein. Eigentlich bin ich zu alt für diese unchristlichen Arbeitszeiten, aber es ist, wie es ist. In Zeiten von Corona, ich gehöre mit meinem Tun zu den systemrelevanten Berufsgruppen, fahre ich wie eh und je zur Arbeit, während scheinbar die halbe Nachbarschaft zu Hause herumlungert und im Homeoffice die Familie nervt. Vermeidung sozialer Kontakte. Ich mit meinem Kaffee am offenen Fenster. Blauer…

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Vor über vier Monaten

Vor über vier Monaten

habe ich hier letztmalig reingekritzelt. Dem Blog hier, früher ein Schallgrenzen, dann eine lose Sammlung von Notizen, hatte ich damals schon eine Schlinge um den Hals gelegt, es bisher nur nicht übers Herz gebracht, diesem Miststück den Hocker unter den Füßen wegzutreten. Jetzt hat uns Corona niedergerungen, ans Haus gefesselt und mir ist langweilig. Was also liegt näher, als hier wieder Worte zu hinterlassen, Gedanken niederzuschreiben und dem Wahnsinn da Draußen zu begegnen. Lange Rede, kurzer Sinn, mir geht es…

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Der große Berg

Der große Berg

Der große Berg kann nicht überwunden werden. Lähmende Tage und Wochen, fast einen Monat ein unlustiges Trauerspiel. Kein Schlaf. Bin ich noch bei Trost? Ich sollte doch verdammt noch mal doch Himmelhoch jauchzen und bin doch zu Tode betrübt. Und doch ist immer wieder Musik meine Rettung. Am Wochenende Stunden im Glück getanzt. Vor Wochen ein mitreissendes Konzert. Ein langer Lauf mit Musik aus längst vergangenen Tagen. Besser als bunte Pillen.

Wochenende auf Norderney

Wochenende auf Norderney

Ein langes Wochenende mit den Jungs auf Norderney. Erstmalig Anfahrt mit der Bahn. Donnerwetter, pünktlich. Ansonsten wie gehabt, eine neue Insel, Essen und Trinken, dummes Zeug quatschen, mit dem Fahrrad die Gegend erkundet, das schöne Wetter und einfach den Blick aufs Meer genossen. Summa Summarum alles gut.

Eine Woche im Norden

Eine Woche im Norden

Eine Woche mit dem Wohnmobil in den Norden. Husum, Römö, Hivide Sande, Ringköbing, Ferring, Plön und letztendlich die Ostsee zwischen Kiel und Lübeck. Gemächlich von Ort zu Ort, ohne Hast, sich treiben lassen, regnet es hier, Weiterfahrt auf der Suche nach Sonne und Wind. Ein paar schöne und geruhsame Tage, zum Abschluss meine Mutter besucht, die wieder im Krankenhaus liegt. Unterschiedlichste Untersuchung finden nichts, keine Krankheiten, sie nur alt und will nicht mehr.

Leergeräumt

Leergeräumt

Das Leben meines Bruders in der Schweiz wurde abgewickelt. Die Wohnung leergeräumt. Geblieben vom Leben ist eine Wagenladung Haushalt, ein paar Bilder und Erinnerungen. Das Schweizer Finanzamt verlangt noch eine Steuererklärung. Meine Mutter hat sich zum Sterben hingelegt. Sie isst nicht mehr, sie trinkt nicht mehr, sie will nicht mehr. Ich habe mich nach langem hin und her damit abgefunden, meine Schwester eher nicht. Im Moment läuft es nicht so rund, mein Kopf dröhnt, die Gedanken drücken mich zu Boden.

Mit dem Zug in die Schweiz

Mit dem Zug in die Schweiz

Mit dem Zug von Hildesheim nach Basel. Von dort weiter in einen kleinen Ort im Aargau. Zunächst gilt es Zeit totzuschlagen. Lesend und hörend, aber im Großen und Ganzen die am Fenster vorbeihuschende Landschaft betrachtend. Ich höre „Out on a Limp“ von Lunatic Soul. Näselnde Lautsprecherdurchsagen, quasi unverständlich. Endlich mal durch Hanau gefahren. Dann dösend und dunkle Gedanken hin und her schiebend. Die Wohnung meines gestorbenen Bruders abwickeln, das ist die Aufgabe der kommenden Tage. Stop auf halber Strecke. Hinter…

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Gefühl der Bedrohung

Gefühl der Bedrohung

Tag für Tag gehe ich meine gemächlichen Runden mit dem Hund. Was mir seit Monaten auffällt, mich mehr und mehr bedrückt, mir geradezu wie eine Bedrohung erscheint, ich höre selten, an manchen Tagen gar nicht, das Zirpen und Singen von Vögeln. Nichts.

Neben der Spur

Neben der Spur

Kaum aus schönen Urlaubstagen zurück im Alltag, folgt Albtraum auf Albtraum. Seit Tagen nicht vergessen kann ich eine sehr verstörende Situation: ein Raum, fensterlos, ein Keller, zwei mir unbekannte Frauen, an der Wand gefesselt. Die Ältere der beiden schien bereits tot oder zumindest ohne Bewusstsein, der etwas jüngeren Frau wurde mit diversen Schläuchen eine gelbe Flüssigkeit eingespritzt. Ich sah, das sie schreckliche Qualen litt, sie streckte mir ihre Hände entgegen und ich wandte mich ab. Die Nachrichten aus Kiel sind…

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