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Kategorie: Traumnotiz

Tagesprotokoll, Kaffee trinkend

Tagesprotokoll, Kaffee trinkend

Traum. Baumhaus in Tausenden Metern Höhe. Schwankend. Und ich Akrophobie. Später stellte sich heraus, dass dass Haus an einem der Beine eines riesigen Gottes befestigt war. Ein Bein stand ungefähr dort, wo früher der Sudan lag, dass anderes Bein stand in den Ruinen einer Stadt, die vor Jahrhunderten Tunis hieß. Aufgewacht und die Erkenntnis, man sollte vor dem Schlafengehen nicht Kafka lesen. Das ist, wie sich in undurchdringlichen Nebel verlieren. Heute der schlimmste, der kürzeste Tag und die längste Nacht. Die Wettervorhersage…

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Unbestimmte Seelenverwandtschaft

Unbestimmte Seelenverwandtschaft

Traumlandschaft: Musik. Habe mich nach einem Konzert mit einem unglaublich berühmten Musiker unterhalten. Seelenverwandtschaft. Sein langem mal wieder ein angenehmes Aufwachen. Heute Kollegen in den Ruhestand verabschiedet. Nach dreiundvierzig Jahren fürs Vaterland. Ich werde ihn vermissen. Immerhin der Einzige hier, der bei Rainer Maria Rilke, Peter Handke und Caspar David Friedrich nicht verständnislos mit dem Kopf schüttelt. Zum Abschied gab es das übliche Chili con Carne. Anschließend Magengrummeln. Achtsamkeitsübung fällt heute aus. Dafür ein längerer Spaziergang mit dem Hund. Gleiche…

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Keine süße Melancholie

Keine süße Melancholie

Ich bin in der Nacht aufgewacht. Ein schrecklicher Traum. Verraten und verloren. Alle geliebten Menschen waren mitleidlos. Fast eine Stunde wach gelegen und versucht, die Dämonen loszuwerden Was mich hier zu Boden wirft, das ist keine süße Melancholie, sondern schon eher harte, mitleidlose Depression. Die Angst, vielleicht sogar Überzeugung, dass nichts einen Sinn hat, nichts etwas bedeutet. Alles verloren, kalt und fahl. Ich hoffe sehr, das dieser Moment verstreicht, bald nicht mehr ist als eine schwache Erinnerung, verblasstes Licht.

Statusmeldung. Unbestimmte Bedrohung, nicht greifbar

Statusmeldung. Unbestimmte Bedrohung, nicht greifbar

Gestern Abend, schon recht spät, gingen hier die Lichter aus. Nicht alle, aber dennoch. Der Spaziergang wurde etwas ungemütlich. Eine unbestimmte Bedrohung, ein nicht greifbarer Schrecken legte sich über den Ort. Mir war, als hörte ich Schritte hinter mir. Drehte ich mich um, verstummten die Geräusche und ich sah nichts. Ging ich weiter, hörte ich. Im Zwielicht zurück ins Haus. Montags grundsätzlich kalte Küche. Die liebe Frau besucht ihren Yoga-Kurs, ich muss mir selbst helfen. Gewöhnlich Diät oder ein Dürüm…

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Albtraum ohne besondere Vorkommnisse

Albtraum ohne besondere Vorkommnisse

Ich lag im Licht, gefesselt auf einer Liege. Fest fixiert konnte ich mich nicht bewegen. Mir gelangt es gerade noch, den Kopf ein wenig zu drehen. Flackerndes, kaltes Licht auf gekachelten Wänden. Ein abgehalfterter Engel, die Flügel erschlafft, stand vor mir und erzählt von seinen Depressionen. “Alles Unglück dieser Welt kommt daher, das ….”. Ein standardisierter Albtraum, von der Stange, so flach und schal, dass ich lachen musste und aufwachte.

Nach erfolgreich absolviertem Kurs als Ersthelfer

Nach erfolgreich absolviertem Kurs als Ersthelfer

Der 4. August 1892. Gleich nach seinem erfolgreich absolvierten Kurs als Ersthelfer kam Herr K zu seinem ersten Einsatz. Ahnungslos betrat er den Raum. Eine Person lag reglos auf dem Boden. Welches Geschlecht, das war  nur anhand der Kleidung feststellbar. Schwer atmend kniete er über dem Opfer und stellte fest, da war nichts mehr zu retten. Wie er später erfuhr,  nahm Lizzie Borden eine Axt und tötete ihre Mutter mit vierzig Schlägen, ihren Vater mit einundvierzig und hinterließ ein grausiges…

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In den Süden

In den Süden

Der Efeu am Haus raschelt. Eine ganze Hauswand dunkelgrün bedeckt. Bis hinauf zum Dach. Spinnen, groß wie Kinderfäuste, huschen durch Blätter. Knirschende Schritte, entferntes Schreien von Kindern. Nebel zieht auf, die Luft wird dünner. Er geht um das Haus, verharrt im Schreck. Schatten im Garten. Das vor einem Augenblick noch grüne Gras verdorrt. Am Himmel eine flüchtige Bewegung. Wildgänse machen sich auf in den Süden.

Walnussbaum

Walnussbaum

Ich gehe zum Walnussbaum. Er steht auf einem kleinen eingezäunten Platz. Regen und Sturm haben ihre Arbeit getan. Reiche Beute. Doch jede Nuss, nach der ich greife, wandelt sich in einen schwarzen Wurm. Er klebt an meinen Fingern, dringt in die Haut.