Die Zeit, ein Raubtier

Die Zeit, ein Raubtier

Jemand hat mir mal gesagt, die Zeit würde uns wie ein Raubtier ein Leben lang verfolgen. Ich möchte viel lieber glauben, dass die Zeit unser Gefährte ist, der uns auf unserer Reise begleitet und uns daran erinnert, jeden Moment zu genießen. Denn er wird nicht wieder kommen. Was wir hinterlassen, ist nicht so wichtig, wie die Art, wie wir gelebt haben; denn letztlich, Nummer Eins, sind wir alle nur sterblich! Riker antwortet: Sprechen Sie nur für sich selbst, Sir. Ich…

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Den Tag über eher matt, fast träge

Den Tag über eher matt, fast träge

Heute eher matt, fast träge. Um fünf Uhr in der früh aufstehen zu müssen, zehrt eben. Nach der Arbeit eine Stunde Spaziergang mit dem Hund. Menschen mit Hund, die uns ausweichen. Danach auf dem Sofa gedöst. Wir sprachen heute beim Abendessen darüber, wie schön es wäre, ein Reisemobil anzuschaffen. Allerdings, billig ist so etwas nicht. Man wird sehen. Abends besuchte ich meine Mutter in der Stadt. Alte Fotos angeschaut und versucht, Leute zu identifizieren, die schon lange tot sind. Noch…

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Musik zum Glück: Jupe Jupe – High on the Hill

Musik zum Glück: Jupe Jupe – High on the Hill

Vor diesem Hügel, nein eher Berg, wurde ich gewarnt. Dort steigt man nur hinauf, um abzustürzen. Von hoch auf dem Hügel, der so schwer zu erklimmen ist, sehe ich meine Feinde. Dort unten, zerbrochen, zerschlagen und sterbend. Ich wollte, ich wäre einer von ihnen. Zumindest wäre es gerecht. Jupe Jupe aus Seattle. Die Musik, düstere und tanzbare Popmusik mit angenehmen Gesang, atmosphärischen Synthies, flirrende Gitarren und treibende Beats.Ihr aktuelles Album nennt sich „Lonely Creature“. Mir gefällt, was ich höre. Ihr…

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Heute Rücken

Heute Rücken

Zwei Grad und Nebel. Erste Amtshandlung heute Morgen: Kaffee und dann den Urlaub für das nächste Jahr eintragen. Wer zuerst kommt, der malt zuerst. Mittäglicher Spaziergang mit dem Hund. Mützenwetter. Danach mit dem Fahrrad ins Fitnessstudio. Heute waren Rücken, Trizeps und Beine dran. Im Dunkeln zurück. Durch diese vermaledeite Uhrenumstellung herrscht um kurz vor Fünf bereits beklemmende Düsternis. Schön ist das nicht. Um die Häuser. Hund kackt verbotenerweise auf Rasen. Ich schaue in die entgegengesetzte Richtung. Wir bleiben unentdeckt und…

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Dichtkunst & Fotografie: Im Nebel

Dichtkunst & Fotografie: Im Nebel

Seltsam, im Nebel zu wandern! Einsam ist jeder Busch und Stein, Kein Baum sieht den anderen, Jeder ist allein. Voll von Freunden war mir die Welt, Als noch mein Leben licht war; Nun, da der Nebel fällt, Ist keiner mehr sichtbar. Wahrlich, keiner ist weise, Der nicht das Dunkel kennt, Das unentrinnbar und leise Von allem ihn trennt. Seltsam, im Nebel zu wandern! Leben ist Einsamsein. Kein Mensch kennt den andern, Jeder ist allein. Hermann Hesse

Statusmeldung. Keine besonderen Vorkommnisse.

Statusmeldung. Keine besonderen Vorkommnisse.

Kaffee. Frühe Fahrt in die Stadt. Drei Grad! Nachrichten im Radio. Dann doch lieber Musik. Apokalypse, ich mag die Nachrichten der Welt nicht mehr hören, ich kann die Menschentiere nicht mehr ertragen. Kein Haiku. Nach islamistischen Terroranschlägen gibt es schärfere Gesetze, nach Amokläufen helfen Gebete. Heute lag im Büro eine Broschüre aus. Fit am Arbeitsplatz. Also mache ich Kniebeugen und den Krieger, versuche den Blitz und erfreue mich an dem Baum. Auch der Adler ist zu schaffen, der Flieger ist…

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Laufen mit Musik: Steven Wilson – The Same Asylum As Before

Laufen mit Musik: Steven Wilson – The Same Asylum As Before

Heute ist es windig. Wind von vorne, von der Seite, später von hinten. Mich stört es nicht, ich trage Mütze. Steven Wilson kennt jeder. Zumindest derjenige, der sich für diese Art von Musik begeistern kann. Der Mann ist quasi der aktuelle Gottvater des Progressive-Rock, Produzent (King Crimson!) und Tausendsassa, der in dermaßen vielen Projekten seine Finger im Spiel hat und hatte, das würde den hiesigen Rahmen sprengen. Wie dem auch sei, guter Mann und seine Solo-Alben sowie so ziemlich alles…

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Wandern: Der Külf

Wandern: Der Külf

Wir fuhren nicht weit, ins Leinebergland. Der Külf ist ein recht schmaler, aber sehr langgezogener Höhenzug, der auf einer Landkarte betrachtet komisch aussieht. Auf Höhe des kleinen Dorfes Lübbrechtsen ging es einen holprigen Weg hinauf zum Startpunkt. Geregnet hat es nicht, wirklich schön war das Wetter dennoch nicht. Die Wege oft matschig. Feucht. Gehen, atmen, reden, lachen. Kurze Rast. Ein Kriegerdenkmal, zwei große Kriege, Auflistung der Toten aus den umliegenden Orten. Der Hund macht Faxen. Die Kammwanderung, teils über zugewachsene…

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Erinnerung: Mit meiner Schwester

Erinnerung: Mit meiner Schwester

Meine Schwester und ich am Maschsee in Hannover. Das Foto ist 1966 entstanden. Vornüber gebeugt, mit den Händen an der Ufermauer abgestützt, vielleicht mit Blick auf Schwäne im Wasser. Nach der kurzen Hose und dem Hemd zu urteilen, scheint es Frühling oder Sommer gewesen zu sein. Von den zukünftigen Dämonen war noch nichts zu sehen.

Albtraum ohne besondere Vorkommnisse

Albtraum ohne besondere Vorkommnisse

Ich lag im Licht, gefesselt auf einer Liege. Fest fixiert konnte ich mich nicht bewegen. Mir gelangt es gerade noch, den Kopf ein wenig zu drehen. Flackerndes, kaltes Licht auf gekachelten Wänden. Ein abgehalfterter Engel, die Flügel erschlafft, stand vor mir und erzählt von seinen Depressionen. „Alles Unglück dieser Welt kommt daher, das ….“. Ein standardisierter Albtraum, von der Stange, so flach und schal, dass ich lachen musste und aufwachte.