Ein umgestürzter Baum

Ein umgestürzter Baum

Ich habe heute Nacht von dicken Engeln geträumt. Engel können Klavier und Harfe spielen und singen sehr lieblich. Aber nützliche Bücher lesen sie nicht gern. Wenn sie lesen, dann nur Romane über Menschen, die gar nicht gelebt haben. Und nur über Untote und Nichtlebende zu lesen, kann auch nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Der amerikanische Präsident Trump meinte neulich (bei Twitter), er wäre intelligent. Das mag ich kaum glauben. Auf den Weg in die Stadt ein umgestürzter Baum, halb…

Weiterlesen Weiterlesen

Musik zum Glück: Black Bird Rising – Far From The Sea Of Devils

Musik zum Glück: Black Bird Rising – Far From The Sea Of Devils

Ich habe geträumt, dass mir alle Türen verschlossen sind. Das der Teufel mir im Nacken sitzt, mir das Leben, im Traum und der unwirklichen Realität, so schwer wie möglich macht. Verdammte Dämonen, ihnen zu entkommen, dem Chaos entfliehen, auf und davon in ruhige Gewässer, das wäre schön. In der Stichwortsammlung stehen in Schwarz verhüllt und einträchtig vereint: dunkel, melodisch,elegisch, melancholische Poesie, Dark-Folk und Singer-Songwriter. Black Bird Rising nennt sich ein Musiker aus Melbourne, Australien. Seine Musik, so auch der hier…

Weiterlesen Weiterlesen

Musik zum Glück: Fink – This Isn’t A Mistake

Musik zum Glück: Fink – This Isn’t A Mistake

Hurra, Finian Paul Greenall alias Fink hat mit „Resurgam“ ein neues Album veröffentlicht. Seitdem der Mann sich wieder der akustischen Gitarre zugewandt hat, ist Herr K vernarrt. Und es wird von ihm die Meinung vertreten, er wird von Album zu Album besser und besser. Singer-Songwriter, Blues und Gospel, viel Seele und Langsamkeit als Stilmittel. Die immer großartige Musik von Fink gibt es beispielsweise bei Bandcamp zu hören und käuflich zu erwerben. Resurgam by Fink

Ausmaß der Einsamkeit

Ausmaß der Einsamkeit

Es heißt, das ganze Ausmaß der Einsamkeit erschließe sich erst in der Küche, wenn man eine Einzelmahlzeit bereite. Alles Einzelstücke. Eine Tasse, ein Besteck, ein Teller und höchstwahrscheinlich auch nur ein einziger lausiger Plan für den Tag, die Woche, das verdammte Jahr. Sich ab und an einsam zu fühlen, das mag ja noch angehen. Sich ab und zu mutterseelenallein zu befinden,  kann sogar heilsam sein. Im ganzen Haus, in jedem Zimmer brennen hier die Lichter. Der Fernseher läuft abends ohne…

Weiterlesen Weiterlesen

Musik zum Glück: Dictaphone – 105.4

Musik zum Glück: Dictaphone – 105.4

Immer wieder diese Momente herbeidenken. Der Atem, das Atmen. Ach ja, die Achtsamkeit. Sich seiner selbst bewusst sein. Ganz wirklich und mit allen Sinnen. Dem Alltagsstress, den drohenden Wahnsinn entkommen, sich wappnen, gesunden an Herz und Hirn, das ist das Ziel. Im Hintergrund tröpfeln meinetwegen leise Jazz-Beats, schleppende analoge Klänge. Ich glaube, Klarinette und Violine. Minimalistische Rhythmen und schwerelose, elektronische Töne. Eher dunkel als hell, also elegisch und doch auch unbeschwert. Gegründet wurde das Trio Dictaphone schon vor Zeiten. Ihr…

Weiterlesen Weiterlesen

Ein Buch ist ein Buch

Ein Buch ist ein Buch

Einer der gescheiten Aussprüche Harry Rowohlts lautet: Ein Buch ist ein Buch und ein Film ist ein Film und Whisky gehört nicht ins Eisfach, und wer das nicht weiß, der trägt auch breite Schlipse.    

Bis drei Uhr nachts an der Theke

Bis drei Uhr nachts an der Theke

Spät abends zwei gute Freunde abgeholt. Fensterlose Kneipe. Die Flasche Bier ein Euro und neunzig Cent, das Gläschen Absinth nicht viel teurer. Die Gäste in Schwarz, die aufgelegte Musik dementsprechend düster. Zu hören gab es eine unlustige Mischung aus Post-Punk, Dark-Wave, Neo-Folk und EBM. Angeregte Unterhaltung. Die Stimmung wurde im Laufe der Nacht alkoholisiert, ich hielt mich als Fahrer tunlichst zurück. Zu einem Song habe ich getanzt. Um drei Uhr nachts beginnt die Stunde der Dämonen.

Laufen mit Musik: Acidbat – Lupercalia

Laufen mit Musik: Acidbat – Lupercalia

Morgens lange gezögert, dann doch gelaufen. Natürlich fängt es an zu regnen. Hin und zurück, knapp sechs Kilometer, immer wieder gilt es aufzupassen, die Wege sind durch Feldarbeiten verdreckt. Auf den Wirtschaftswegen hat der Bauer das Sagen. Und dann ist heute auch noch Fastentag. Genauer gesagt, intermittierendes Fasten. Keine 600 Kalorien, das muss reichen. Im Bundestag krakeelen jetzt die Rechten. Wir werden es überleben. Kaffee mit geschäumter Milch und etwas Zucker. Siebzehn Minuten so eine Art Downtempo, Electronica, EBM und…

Weiterlesen Weiterlesen

Herbst

Herbst

Ein belgischer Telefonseelsorger brachte es vor Jahren auf den Punkt: „Der Herbst fängt an. Ich sehe es im Garten, auf den Wegen, an den Bäumen und Büschen. Ich spüre es an der Luft und den eigenen Gliedern. Der Sommer ist unwiderruflich vorbei.“ Oder so ähnlich.