Ein paar Tage am Meer

Ein paar Tage am Meer

Jetzt sind am Meer bald zehn Tage vergangen. Haus und Mutter wurden versorgt. Die Zeit mit der alten Dame genossen, das Baden im Meer, gemeinsam alte Fotoalben durchgeblättert, Fischbrötchen, der viel zu kurz Besuch der Tochter aus H, der wunderbare gemeinsame Restaurantbesuch am Hafen, die Spaziergänge und das Wegschlummern in der Hängematten. Ansonsten alles gut, wenn da nicht das Internet wäre.

Na ja. Wir haben ja keine wirklich großen Probleme. Dann eben Winnetou, der feige zurückrudernde Ravensburg Verlag, Aneignungen, Rastalocken bei weisshäutigen Spinnern und ähnliche Erbärmlichkeiten. Da lese ich gerade, beim biologischen Geschlecht gibt es nur weiblich oder männlich. Aus. Ende. Sagt zumindest Biologin und Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard. Und die sollte es wissen. Aber, gaaaaanz dünnen Eis.

Abgesehen davon, man liest nur noch Horrornachrichten. Armageddon ist nach. Jetzt gibt es die große Abreibung. Inflation, Rezension, die Aktiendepots gehen den Bach runter, Energiepreise explodieren, Tankrabatt läuft aus, kein 9-Euro Ticket mehr, immer noch kein Tempolimit aber dafür die freiheitlich demokratische Pest am Hals, ein nervtötenderem und offensichtlich verrückter Gesundheitsminister verbreitet wieder einmal Angst und Schrecken, das Gejaule über heilsbringende Atomkraftwerke, astronomische Strom und Gaspreise, drohende Armut und Volksaufstände, russische Orks lassen nicht von der Ukraine ab, ein Liter Bio H-Milch für fast zwei Euro. Und dann noch das: Gorbi ist tot.

Neulich habe ich gelesen, das wenn alle Menschen wüssten, was die einen über die anderen reden, gäbe es keine vier Freunde auf Erden.

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