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Schlagwort: Sterben

Übung in Achtsamkeit

Übung in Achtsamkeit

Heute meine Übung Achtsamkeit und Erdung im abgedunkelten Zimmer, auf dem Sofa liegend, abgehalten. Dazu ein Wink aus dem Jenseits mit “Lazarus” von David Bowie. Überlegung, das nach mir gewiss kein Astroid benannt wird. Und da nach der unerquicklichen Übung der Achtsamkeit und Erdung meine Laune komplett in den Keller geriet, ich mehr an Tod den Leben dachte und keine Schokolade im Haus war, gab ich mir mit einem ganzen Schwung lustiger Songs von Scott Walker den Rest. Scott Walker…

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Irgendwas mit Kicherbsen

Irgendwas mit Kicherbsen

Ich denke öfter ans Sterben als mir lieb ist. Schwamm drüber. Wieder einmal das Kochen für mich entdeckt. Besonders Salate haben es mir angetan. Und Kichererbsen. Rote Linsen mit Kichererbsen, Rote Beete mit Kichererbsen. Bulgur mit Kichererbsen. Und natürlich selbst gemachten Hummus. Ich liebe Kichererbsen. Ich laufe öfter. Mein neuester Begleiter ist die Polar Vantage V. Ich bin zufrieden. Zwar fehlen noch einige Features, aber als Betatester fühle ich mich nicht unwohl. Mutter ist für ein paar Tage bei meiner…

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Aus den Augen, aus dem Sinn

Aus den Augen, aus dem Sinn

Herr Janosch, wie wird man unsterblich? »Unsterblichkeit gibt es nur in der Bibel. Jedoch kann man wie Goethe durch das Schreiben ein bisschen unsterblich werden. Das ist aber nur Gefasel. Am Ende sterben sie alle.« Wenn ich sterbe, wird es wenige geben, die mich kannte und wenige die sich erinnern. Und später dann wird sich niemand mehr an mich erinnern. Und da es keine papierenen, in Alben eingeklebte Bilder zum vererben gibt, die elektronischen Datenträger längst zerschreddert, die Clouds längst…

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Ich lebe und gehe und spüre die kalte Luft: Fake Your Own Death – Cut

Ich lebe und gehe und spüre die kalte Luft: Fake Your Own Death – Cut

Ich glaube es kaum. Ich gehe entlang der Felder und es schneit. Der Winter kommt zurück. Meine Gedanken verirren sich. Den eigenen Tod vortäuschen. Zugegeben, ich bin neugierig und habe tatsächlich mit dem Gedanken gespielt, aber eben nur das. Die Verwerfungen wären wohl zu gravierend. Was ich mir allerdings auf meiner To-Do Liste notiert habe: Ist es kein Unfall, der mich hinwegfegt, so will ich mein Ende selbst bestimmen. Aber ich lebe und gehe und spüre die kalte Luft und…

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Notizen am Rande der Wahrnehmung 08-3

Notizen am Rande der Wahrnehmung 08-3

Die Welt erscheint feindlicher, wenn man alt wird. Und gewiss wird man sterben. Irgendwann. Die Angst, die ich jetzt fühle, ist unbestimmt, fast schon alltäglich. Man darf sich nur nicht kirre machen lassen. Es gibt vielleicht Hunderte Milliarden Sterne in unserer Galaxie. Und es gibt Hunderte Milliarden Galaxien in unserem Universum. Und es gibt vielleicht unendliche viele Universen jenseits unserer sichtbaren Raumdimensionen. Also, immer mit der Ruhe. Achtsamkeit im Hier und Jetzt. Und vielleicht ist nichts so wie es scheint.

Die endgültige Kündigung

Die endgültige Kündigung

Gewöhnlich schlafe ich durch. Zumindest, seit meine Tochter mir letztes Jahr empfahl, mit Ohropax zu schlafen. Zwar höre ich seitdem gelegentlich ein hohes Pfeifen, aber ich schlafe durch. Heute Schlaflosigkeit in der Stille der Nacht. Hin und wieder murmelt das Haus, ansonsten Stille und Rauschen. Ich wälze mich unruhig. Nicht einschlafen zu können ist wahrhaftig quälend. Um halb sechs in der früh zur Arbeit in H. Es ist kalt. Minus 8 Grad. Jemand fährt Zigarette rauchend aus dem Seitenfenster schauend…

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Grau in grau

Grau in grau

Die Weser tritt über die Ufer. Es regnet. Grau in grau. Der perfekte Tag für diesen Anlass. Die Trauerfeier war beklemmend, die Trauerrede mochte ich nicht, die Beerdigung empfand ich als gräulich und schaurig. Die Familien, gemeinsam im kleinen Ort lebend, ist sich spinnefeind und voller Hass. Die eigene Schwester kam nicht, die Mutter wurde nur mit Wut ertragen. Wortlos und ohne Blick gehen Familienangehörige auseinander. Mir bleibt kopfschüttelnd der Atem weg. Ich brauche das nicht. Ein Leichenschmaus (lateinisch epulum…

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Notiert, ein stürmischer Tag

Notiert, ein stürmischer Tag

Traum: In den Kellern der ehemaligen Staatsbank treffen sich die Verlorenen. Wärmen sich am offenen Feuer. Ein eisiger Wind weht durch die Gemäuer. Und ich renne von Tisch zu Tisch und schenke Bier nach. Dann plötzlich Panik. Die Biergläser gehen mir aus. Meine Träume werden immer verrückter. Und sind, so ist mir aufgefallen, seit ich mir mit Ohropax die Ohren verschließe und nur noch das hohe Summen des Wahnsinns höre, noch intensiver und plastischer. Ich habe gerade gelesen, dass die…

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Keine unbestimmte Veränderung in unmittelbarer Umgebung

Keine unbestimmte Veränderung in unmittelbarer Umgebung

Ich hatte vor Zeiten die Vorstellung, dass sich persönliches Unglück und familiäre Katastrophen auf eine mysteriöse, unerklärliche Weise ankündigen würden. Eine unbestimmte Veränderung der unmittelbaren Umgebung, ein Flimmern der Luft, ein kurzes Grollen der Welt. So ist es natürlich nicht. Wie viele Menschen sterben pro Tag? Richtig, es gibt ungefähr 150000 Todesfälle Tag für Tag. Eine Beliebigkeit sondergleichen. Man sollte sich damit abfinden. Unwichtig, nicht einmal eine Fußnote. Es gibt drei Menschen, würden sie vor mir sterben, könnte ich daran…

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