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Schlagwort: Fragmente

Aus den Augen, aus dem Sinn

Aus den Augen, aus dem Sinn

Herr Janosch, wie wird man unsterblich? »Unsterblichkeit gibt es nur in der Bibel. Jedoch kann man wie Goethe durch das Schreiben ein bisschen unsterblich werden. Das ist aber nur Gefasel. Am Ende sterben sie alle.« Wenn ich sterbe, wird es wenige geben, die mich kannte und wenige die sich erinnern. Und später dann wird sich niemand mehr an mich erinnern. Und da es keine papierenen, in Alben eingeklebte Bilder zum vererben gibt, die elektronischen Datenträger längst zerschreddert, die Clouds längst…

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Es ist mal wieder soweit

Es ist mal wieder soweit

Es ist mal wieder so weit. Meine liebe Frau hat den Beschluss gefasst, vom Land zurück in die Stadt. Haus verkaufen. Mietwohnung. Mir soll es recht sein. Die Misere: Das Haus zu verkaufen dürfte kein Problem sein, eine adäquate Wohnung in netter Wohngegend zu finden eher schon. Danach die Sintflut.

Ein Tag ist ein Tag ist ein Tag

Ein Tag ist ein Tag ist ein Tag

Vom Bett ins Bad. Vom Bad in die Küche. Von der Küche ins Wohnzimmer. Vom Wohnzimmer ins Bad. Vom Bad in mein Zimmer. Aus dem Haus in die Natur. Laufen. 10 km. Es ist wunderbar. Ich lerne beim laufen zu sehen.Die Sonne scheint. Ins Haus. Von der Küche auf die Terasse. Von der Terrasse ins Bad, unter die Dusche. Aus dem Bad in mein Zimmer. Hinunter in die Küche. Auf die Terrasse. Mit den Hund hinaus, zum Garten. Kompost durch…

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Heute soll es regnen

Heute soll es regnen

Kaum von der Tour mit dem Wohnmobil durch Thüringen zurück, kommen die Albträume. Zunächst in eine schreckliche Messerstecherei verwickelt worden, sollten ich später in einer Kneipe hinter der Theke arbeiten und kam überhaupt nicht zurecht. Nicht genug Wechselgeld, eine großes Durcheinander, das reinste Tohuwabohu. Ab vier Uhr konnte ich nicht wieder einschlafen. Der erster Arbeitstag. Als ich dann Abends nach Hause kam und die Haustür aufschloss, bemerkte dies unserer Hund und rannte nach oben. Wenn ich etwas über Syrien lese…

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Aufbruch

Aufbruch

Es ist früh. Ich stehe am Fenster und betrachte die eingeschneite Welt. Trinke vom frischen Kaffee. Hier ist es friedlich. Wäre ich ein Krokodil, hätte ich, einmal erwachsen, keine natürlich Feinde mehr. Ich brauche bei diesem Wetter für die Fahrt nach H länger als sonst. Ein Blick in die Zeitung, dann muss ich los. Da werden Kurden als Terroristen bezeichnet und der türkische Staat terrorisiert eine Stadt, bombardiert ein Krankenhaus und tötet hundertfach Zivilisten. Es ist doch alles eine Frage…

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Geht fast alles den Bach runter

Geht fast alles den Bach runter

Man könnte durchaus melancholisch werden und behaupten, früher war alles besser. Aber ich will das nicht wirklich glauben. Mann könnte auch sagen, über kurz oder lang geht alles den Bach runter. Heute lese ich, die britische Musikzeitschrift New Musical Express stellt nach über 60 Jahren ihre Printausgabe ein und erscheint künftig nur noch online. Tatsächlich habe ich den NME in den Achtziger gelegentlich gelesen. Das Heft gab es auch nicht überall. Meistens am Bahnhofskiosk. Das waren noch selige Zeiten. Damals…

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Notizen am Rande der Wahrnehmung 08-3

Notizen am Rande der Wahrnehmung 08-3

Die Welt erscheint feindlicher, wenn man alt wird. Und gewiss wird man sterben. Irgendwann. Die Angst, die ich jetzt fühle, ist unbestimmt, fast schon alltäglich. Man darf sich nur nicht kirre machen lassen. Es gibt vielleicht Hunderte Milliarden Sterne in unserer Galaxie. Und es gibt Hunderte Milliarden Galaxien in unserem Universum. Und es gibt vielleicht unendliche viele Universen jenseits unserer sichtbaren Raumdimensionen. Also, immer mit der Ruhe. Achtsamkeit im Hier und Jetzt. Und vielleicht ist nichts so wie es scheint.

Notizen am Rande der Wahrnehmung 05-3

Notizen am Rande der Wahrnehmung 05-3

Heute morgen ein schöner Lauf über fünf Kilometer. Bald die Mütze vom Kopf gerissen und die Sonne genossen. Ich werde heute fasten. Es ist doch immer wieder bemerkenswert, was blauer Himmel, strahlende Sonne und steigende Temperaturen, plötzlich, fast unerwartet und weit jenseits der Minusgrade, bei uns Menschen bewirkt. Gestern Wandern im Harz. Was für ein schöner Tag und dann war da noch dieser grandiose Apfelkuchen. Die kleine Waschanlage im Ort. Das Auto von der weißen Salzkruste des Winters befreit. Andrang….

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Fragmentarisch und unvollendet

Fragmentarisch und unvollendet

Ich wäre gern weise, gelassen, tolerant, antriebsstark und generös. Tatsächlich friert es mich. Vielleicht sind die gedankenlosesten Menschen die, die in jedem Buch nur blättern. Oder neuzeitliches Weiterklicken. Ohne zu verharren. Meine Frau hat das gemacht, was ich nie mache. Sie hat ihren Geburtstag gefeiert. Sogar zweimal. Nachmittags mit der Familie und Abends (ich war fort) mit befreundeten Frauen. Es herrschte ein starkes Interesse an dem in der Einfahrt stehenden blau-silbernen Reisemobil. Hausbesichtigungen. Schuhe vorher ausziehen! Frohe Kunde am Abend…

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