Scheint alles nicht so schlimm

Scheint alles nicht so schlimm

Heute ist Regen angesagt. Mir ist langweilig. Eine neue Sau wird durchs Dorf getrieben. Was stimmt den nun, was ist gelogen. Halbheiten, Tatsachen und Lügen. Lobbyismus überall. Endlich ein wenig Vergebung. Stickoxide sind gar nicht so schädlich, zumindest scheint nichts bewiesen. Da kann ich mit meinen geliebten Diesel-SUV weiter durch die Gegend schippern, ohne das mir ein schlechtes Gewissen den Tag versaut. Fährt sich super. Und vorsichtiger Optimismus, die von der DUH festgestellten 13.000 Dieseltoten erfreuen sich womöglich immer noch…

Weiterlesen Weiterlesen

Letzten Samstag im Museum

Letzten Samstag im Museum

Letzten Samstag haben wir unseren Hund bei der Tochter hinterlegt und in H das Deutsche Museum für Karikatur und Zeichenkunst besucht. Dort gab es die Bernd-Pfarr-Ausstellung „Die wilde Schönheit der Auslegeware“ zu besichtigen. Köstlich. Wäre es nicht zu auffällig gewesen, hätte ich Tränen gelacht. Der dazugehörige und von mir erstandene Ausstellungskatalog zeigt eine schöne Auswahl hinterfotzigen Humors aus dem Oeuvre des viel zu früh verstorbenen Comiczeichner, Cartoonist, Illustrator, Maler oder was auch immer. Dietmar war so unwahrscheinlich schmutzig, dass sogar…

Weiterlesen Weiterlesen

Jogginghosentage

Jogginghosentage

Jogginghosentag. Bei mir sind diese äußerst bequemen Beinkleider für die nächsten Wochen wohl die Regel. Bin am linken Handgelenk operiert worden. Verschleiß. Deswegen Zeit der Rekonvaleszent. Gestern mit Mutter telefoniert. Ist in K angekommen. Betreutes Wohnen am Wasser. Ihr scheint es zu gefallen. Frage mich, wie lange das vorhält. Allein, allein. Nicht ganz. Die Nacht über einen Mist zusammengeträumt. Streckenweise war ich eine Frau, mit einem Kind, auf der Flucht. Hosenanzug, wackelig auf High Heels. Es ist kalt.

Laufen mit Musik: Claan – Unseelie

Laufen mit Musik: Claan – Unseelie

Ich hatte die vergangene Nacht eigentlich ganz gut geschlafen. Zumindest ohne Unterbrechungen. Wie immer ein paar komische Träume, Erinnerungen an einen filigranen Turm, ein großes Projekt von Vielen, welches ich prompt zum Einsturz brachte. Vielleicht als ein Resultat meiner Ungeschicktheit wachte ich mit rasenden Kopfschmerzen auf. Keine Acetylsalicylsäure im Haus. Ein gemütlicher Lauf von zehn Kilometern knapp über dem Gefrierpunkt und im Kopf war es wieder so klar wie Kloßbrühe. Seelie by CLANN Beim Laufen wurde ich unter anderem von…

Weiterlesen Weiterlesen

Übung in Achtsamkeit

Übung in Achtsamkeit

Heute meine Übung Achtsamkeit und Erdung im abgedunkelten Zimmer, auf dem Sofa liegend, abgehalten. Dazu ein Wink aus dem Jenseits mit “Lazarus” von David Bowie. Überlegung, das nach mir gewiss kein Astroid benannt wird. Und da nach der unerquicklichen Übung der Achtsamkeit und Erdung meine Laune komplett in den Keller geriet, ich mehr an Tod den Leben dachte und keine Schokolade im Haus war, gab ich mir mit einem ganzen Schwung lustiger Songs von Scott Walker den Rest. Scott Walker…

Weiterlesen Weiterlesen

Ein grauer Novembertag

Ein grauer Novembertag

Nachdem meine Mutter nun in K ist, womöglich nicht mehr zurück kommt, ich nicht mehr jedes Telefonat entgegen nehme, schlafe ich wieder durch. Und wenn ich wie gestern morgen laufe, diesmal sogar eine neue Strecke, die Gedanken mäandern, auseinander driften und sich neu zusammenfügen, ist die Welt sogar an einen kalten grauen Morgen im November ganz wunderbar. Heute im Schwimmbad gewesen und die Tauglichkeit der neuen Polar Vantage V erprobt. Ich bin begeistert. Ein plausibler Puls und eine exakte Messung…

Weiterlesen Weiterlesen

Blick nach Draußen: Peter Heppner – Hermann Hesse‘ Im Nebel (Dirk Riegner Mix)

Blick nach Draußen: Peter Heppner – Hermann Hesse‘ Im Nebel (Dirk Riegner Mix)

Der Blick aus dem Fenster, die Sicht ändert sich seit Stunden nicht, Nebel. Passend dazu ein sich dahinschleppender Song von Peter Heppner, der zu knarzenden Trip-Hop das schöne, nicht wirklich lustige Gedicht „Im Nebel“ von Hermann Hesse vertont. Wir haben November, das geht soweit in Ordnung. Peter Heppner – Hermann Hesse‘ Im Nebel (Dirk Riegner Mix)

Anderthalb Stunden bei minus drei Grad

Anderthalb Stunden bei minus drei Grad

Vielleicht muss man nicht alle Tassen im Schrank haben, vielleicht aber auch nur neugierig darauf sein, wie es sich anfühlt, um vier Uhr morgens aufzustehen, um kurz für fünf bei drei Grad minus mit dem Fahrrad dreißig Kilometer bis zur Arbeit zu fahren und in völliger Dunkelheit, im Lichtkegel nur Schatten, den kalten Fahrtwind, das brennende Gesicht und das Leben zu spüren. Nach anderthalb Stunden sind die Zehen zwar Eisklumpen und die Fingerspitzen kribbeln, aber ich fühle mich wunderbar. Und…

Weiterlesen Weiterlesen

Irgendwas mit Kicherbsen

Irgendwas mit Kicherbsen

Ich denke öfter ans Sterben als mir lieb ist. Schwamm drüber. Wieder einmal das Kochen für mich entdeckt. Besonders Salate haben es mir angetan. Und Kichererbsen. Rote Linsen mit Kichererbsen, Rote Beete mit Kichererbsen. Bulgur mit Kichererbsen. Und natürlich selbst gemachten Hummus. Ich liebe Kichererbsen. Ich laufe öfter. Mein neuester Begleiter ist die Polar Vantage V. Ich bin zufrieden. Zwar fehlen noch einige Features, aber als Betatester fühle ich mich nicht unwohl. Mutter ist für ein paar Tage bei meiner…

Weiterlesen Weiterlesen