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Kategorie: Aufzeichnung

Abends Regen und Post-Punk: Traitrs und Holygram

Abends Regen und Post-Punk: Traitrs und Holygram

Der Sonntagsausflug führte mich gestern bei strömendem Regen eher ungeplant nach H ins Lux. Traitrs und Holygram. Zwei mal schummriger Darkwave respektive Post-Punk. Passend in schwarz, für einen Sonntagabend gut besucht, begann die Veranstaltung pünktlich. Zum Auftakt das Duo Traitrs aus Toronto mit simplen, eingängigen Bass und Drums aus dem Computer, dazu interessanter Gesang und Gitarre, summa summarum eine flotte Mischung aus Post-Punk und Coldwave. Waren echt gut. Danach spielten die Kölner Holygram schon etwas komplexer auf . Rauschender, in…

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Momente, Frisur vom Wind ruiniert

Momente, Frisur vom Wind ruiniert

Nach der Physiotherapie probeweise ein wenig Fahrrad gefahren, ob’s die Hand schon wieder mitmacht. Vorsichtig. Kalt, windig und leichter Regen. Frisur vom Wind im ruiniert. Auf dem Friedhof in der Stadt. Zu Besuch bei Menschen die man vermisst. Blumen auf drei Gräbern verteilt. Ich lese allgemein viel. Eine echte Leseratte. Zur Zeit Peter Mays „The Blackhouse“. Ein Mord, Reise in die Vergangenheit, alte Wunden und die schöne, karge Landschaft der äußeren Hybriden. Das neue Album „Knocturne“ von Be Forest gehört….

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Die dritte Woche

Die dritte Woche

Die dritte Woche meiner Krankschreibung und der diagnostizierten Arbeitsunfähigkeit. Abgesehen von der linken Hand alles bestens. Ich habe mehr Zeit, als mir gut tut. Da hilft wohl nur Arbeit und Struktur. Ich treibe jeden Tag, soweit aus ärztlicher Sicht erlaubt, Sport. Gehe regelmäßig zum Physiotherapeuten. Stunden im Freien mit Hund an der Leine. Durchsuche Schränke und Schubladen, räume auf, ordne neu, sortiere und trenne mich von Dingen. Ich koche regelmäßiger. Gestern habe ich ein Menemen Sucuklu mit Pul Biber und…

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Auf dem Bahnsteig

Auf dem Bahnsteig

Heute. Ein älterer, mir unbekannter Herr, tatsächlich wesentlich älter als ich, auf dem Bahnsteig. »Können Sie mir mit dem Automaten helfen, ich brauche eine Wochenkarte, was soll ich hier alleine,meine Frau ist letztes Jahr gestorben.« Alles in einem Satz. Ohne Punkt und Komma.

Gegenwart

Gegenwart

Heute morgen, kurz nach dem Aufwachen, nicht traumlos und unruhig, kam mir die Erkenntnis, ich müsse mich dringend auf die geheimnislose Gegenwart konzentrieren. Zu wissen, was einen erwartet, würde mich ängstigen. Die Dinge passieren. Wahrscheinlich ist Kausalität das A und O. Ich stehe am Fenster, auf den Heizkörper gestützt. Vor dem Haus des Nachbarn hält ein Lieferwagen und bringt gefrorene Mahlzeiten.

Letzten Samstag im Museum

Letzten Samstag im Museum

Letzten Samstag haben wir unseren Hund bei der Tochter hinterlegt und in H das Deutsche Museum für Karikatur und Zeichenkunst besucht. Dort gab es die Bernd-Pfarr-Ausstellung „Die wilde Schönheit der Auslegeware“ zu besichtigen. Köstlich. Wäre es nicht zu auffällig gewesen, hätte ich Tränen gelacht. Der dazugehörige und von mir erstandene Ausstellungskatalog zeigt eine schöne Auswahl hinterfotzigen Humors aus dem Oeuvre des viel zu früh verstorbenen Comiczeichner, Cartoonist, Illustrator, Maler oder was auch immer. Dietmar war so unwahrscheinlich schmutzig, dass sogar…

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Jogginghosentage

Jogginghosentage

Jogginghosentag. Bei mir sind diese äußerst bequemen Beinkleider für die nächsten Wochen wohl die Regel. Bin am linken Handgelenk operiert worden. Verschleiß. Deswegen Zeit der Rekonvaleszent. Gestern mit Mutter telefoniert. Ist in K angekommen. Betreutes Wohnen am Wasser. Ihr scheint es zu gefallen. Frage mich, wie lange das vorhält. Allein, allein. Nicht ganz. Die Nacht über einen Mist zusammengeträumt. Streckenweise war ich eine Frau, mit einem Kind, auf der Flucht. Hosenanzug, wackelig auf High Heels. Es ist kalt.

Übung in Achtsamkeit

Übung in Achtsamkeit

Heute meine Übung Achtsamkeit und Erdung im abgedunkelten Zimmer, auf dem Sofa liegend, abgehalten. Dazu ein Wink aus dem Jenseits mit “Lazarus” von David Bowie. Überlegung, das nach mir gewiss kein Astroid benannt wird. Und da nach der unerquicklichen Übung der Achtsamkeit und Erdung meine Laune komplett in den Keller geriet, ich mehr an Tod den Leben dachte und keine Schokolade im Haus war, gab ich mir mit einem ganzen Schwung lustiger Songs von Scott Walker den Rest. Scott Walker…

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Ein grauer Novembertag

Ein grauer Novembertag

Nachdem meine Mutter nun in K ist, womöglich nicht mehr zurück kommt, ich nicht mehr jedes Telefonat entgegen nehme, schlafe ich wieder durch. Und wenn ich wie gestern morgen laufe, diesmal sogar eine neue Strecke, die Gedanken mäandern, auseinander driften und sich neu zusammenfügen, ist die Welt sogar an einen kalten grauen Morgen im November ganz wunderbar. Heute im Schwimmbad gewesen und die Tauglichkeit der neuen Polar Vantage V erprobt. Ich bin begeistert. Ein plausibler Puls und eine exakte Messung…

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Anderthalb Stunden bei minus drei Grad

Anderthalb Stunden bei minus drei Grad

Vielleicht muss man nicht alle Tassen im Schrank haben, vielleicht aber auch nur neugierig darauf sein, wie es sich anfühlt, um vier Uhr morgens aufzustehen, um kurz für fünf bei drei Grad minus mit dem Fahrrad dreißig Kilometer bis zur Arbeit zu fahren und in völliger Dunkelheit, im Lichtkegel nur Schatten, den kalten Fahrtwind, das brennende Gesicht und das Leben zu spüren. Nach anderthalb Stunden sind die Zehen zwar Eisklumpen und die Fingerspitzen kribbeln, aber ich fühle mich wunderbar. Und…

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